05. Februar 2015

Exklusiv-Interview im Lottoland

Kanadier verpasst Lotto-Jackpot um 7 Sekunden

Joel Ifergan erwirbt rechtzeitig den Lottoschein, der ihn um mehr als 13 Millionen Dollar reicher machen würde. Was er dann aber zu seinem Entsetzen feststellen muss, mündet in einem 7-jährigen Rechtsstreit zwischen Hoffen und Bangen und endet schließlich in einem enormen Schuldenberg.

Kanadier verpasst Lotto-Jackpot um 7 Sekunden

Was war passiert?

Freitag, 23. Mai 2008. Kurz vor Annahmeschluss entscheidet sich Ifergan dafür, beim kanadischen Lotto „Super 7“ dabei zu sein. Immerhin befinden sich gut 27 Millionen Dollar im Jackpot. Zwei Tippscheine sollen es sein, um 9 Uhr am Abend müssten sie spätestens vom System akzeptiert werden.

Beim Betreiber der Annahmestelle stellt er sicher, dass die Abgabe noch rechtzeitig abgewickelt werden würde.  Leider hat die Maschine der Lotto-Gesellschaft aber schon bessere Tage gesehen und lässt sich bei der Verarbeitung seiner zwei Tipps etwas Zeit. Zuviel Zeit, wie sich herausstellen sollte.

Zwar gehen die Zahlen seines zweiten Loses, welches im Endeffekt den Millionen-Gewinn einspielen würde, um exakt 8.59 Uhr und 47 Sekunden beim System ein, doch die dazugehörige Spielquittung wird erst sieben Sekunden nach 9 ausgedruckt.

In jeder anderen Provinz Kanadas hätte dies keinerlei Konsequenzen hervorgerufen, nicht so jedoch in Québec. Der Schein nimmt laut der zuständigen Lotterie-Gesellschaft Loto-Québec automatisch an der Ziehung teil, die eine Woche später stattfinden soll.

7 Sekunden, die ein Leben verändern

„Ich lache heute darüber, sonst müsste ich wohl weinen“ sagt er uns im Exklusiv-Interview auf die Frage, wie er heute mit den Konsequenzen der unglücklichen „Zeitverschiebung“ leben könne.

So tapfer er sich auch uns gegenüber gibt, es bleibt nicht verborgen, dass er auch sieben Jahre nach dem Vorfall noch schwer mit seinem Schicksal hadert. Nicht unbedingt aufgrund der verpassten Millionen sondern allein schon wegen den aufreibenden Jahren vor Gericht, die zwangsläufig folgen mussten.

„Diese Zeit ist mir über den Kopf gewachsen“ gibt er nachdenklich zu Protokoll und hat für sich und seine Familie beschlossen nun endlich einen Schlussstrich unter das Kapitel zu ziehen. Nur durch die Unterstützung seiner engsten Verwandten hätte er die letzte Zeit durchstehen können ohne verrückt zu werden.

Richter spricht nach 7 Jahren das finale Urteil

Bis zum obersten Gerichtshof Kanadas kämpft er sich durch alle Instanzen und verliert am Ende dennoch. Welchen Verlauf sein Leben im Falle des Jackpot-Gewinns genommen hätte, wollen wir von Ifergan wissen: „Viel wäre wohl nicht passiert, das Geld würde mir aber beim Bezahlen einiger Rechnungen und bei der Sicherung meiner Rente sehr gelegen gekommen.“

Seinen Job hätte er wohl nicht an den Nagel gehängt, dafür aber umso mehr seine Kinder und Familie am unverhofften Reichtum teilhaben lassen. Darüber hinaus wären 10%, also beinahe 1,5 Millionen an wohltätige Zwecke gegangen, so hatte er es sich im Vorfeld schon immer ausgemalt.

Im Laufe des Interviews wird jedenfalls deutlich, dass es ihm weniger um sein persönliches Schicksal, als vielmehr um die verpassten Chancen seines engen Umfelds geht. Keinesfalls trauere er einem ausschweifenden Leben im Luxus hinterher, sehr wohl aber der Möglichkeit die Zukunft seiner Kinder absichern zu können.

Nun häufen sich Prozesskosten und weitere Gebühren in Höhe von etwa 250.000 Dollar an, doch wer hätte in dieser einzigartigen Situation nicht genauso gehandelt und alles versucht um sein offensichtliches Recht einzuklagen?

Das Lottoland hat sich daher entschieden ihn bei der Bewältigung der entstandenen Probleme zu unterstützen und wird für einen Teil seiner Kosten aufkommen. Wenn auch du einen Beitrag leisten willst, ist jegliche Hilfe unter http://www.gofundme.com/joelifergan willkommen.

Wie konnte es zu dem Urteil kommen?

Ohne jetzt alle juristischen Details ausbreiten zu wollen bietet der Fall doch allerlei unglückliche Zufälle, die das niederschmetternde Urteil erst möglich machten. Denn während in jeder anderen Provinz Kanadas Ifergan seinen Lottogewinn wohl bekommen würde, so bildet ausgerechnet Québec eine für ihn verhängnisvolle Ausnahme.

Nur in der Provinz im Osten des Staates wird der Vertrag zwischen Spieler und Lotto-Gesellschaft erst dann bindend, wenn der Schein auch tatsächlich ausgedruckt ist. Somit hätte er in allen anderen Teilen des Landes seinen Anspruch auf die 13,5 Millionen geltend machen können.

Auch die Abgabe in einer anderen Annahmestelle hätte ihm wahrscheinlich den Geldsegen eingebracht, doch wie konnte er auch ahnen, dass die Maschine ausgerechnet bei seinem relevanten zweiten Tippschein einen altersbedingten Hänger haben würde.

Nun behält also der andere Jackpot-Gewinner der damaligen Ziehung den gesamten Gewinn von circa 27 Millionen Dollar für sich. Er wäre mit der Hälfte wahrscheinlich auch über die Runden gekommen.

Was lernen wir daraus?

Die Abgabe eines Lottotipps kurz vor Annahmeschluss stellt immer ein Risiko dar. Besonders der herkömmliche Weg zum Lottoladen kann zu Problemen und wie im beschriebenen Fall gar zu einem lebensbestimmenden Schicksalsschlag führen.

Ob nun der Tippschein abhanden kommt, in der Geldbörse schlicht und einfach vergessen wird oder eben aufgrund technischer Probleme zu spät abgewickelt wird, um auf der sicheren Seite zu sein, ist die Abgabe im Internet der deutlich bessere und günstigere Weg.

Hier wird alles gespeichert und auch die Gewinne eines „Last-Minute-Tipps“ landen sicher, unverzüglich und automatisch auf deinem Spielerkonto.

Viel Trost spenden können wir mit dieser Erkenntnis dem unglücklichen Kanadier leider nicht, daher zum Abschluss noch einmal der Appell ihm bei der Bewältigung seiner Kosten behilflich zu sein: http://www.gofundme.com/joelifergan

Martin

Ob Poker, Lotto oder Statistiken im Sport. Zahlen haben mich schon immer angezogen, denn sie lügen bekanntlich nicht. Wie, wo und was lässt sich mit ihnen spielen und gewinnen? Fragen, die sich mir immer wieder aufs Neue stellen und denen ich mit Leidenschaft nachgehe.

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576.450 Spieler haben sich
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Herr
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