06. Oktober 2015

60 Jahre 6 aus 49

Eine Zeitreise durch die Lotto-Geschichte

In kleinem Rahmen fing alles an. Zwei Waisenmädchen wurden im Oktober 1955 in ein Hamburger Hotel chauffiert, um nacheinander sechs Kugeln aus einer Trommel zu ziehen. Nur wenige Zuschauer nahmen an dem Ereignis teil, doch der Anfang war gemacht. Eine Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf. 60 Jahre und tausende Millionäre später blicken wir zurück auf sechs Jahrzehnte voller Glücksmomente.

Eine Zeitreise durch die Lotto-Geschichte

Die 50er Jahre

Lothar Lammers sein Name, studierter Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler. Er gilt als der Vater des modernen Lottospiels. Die Formel 6 aus 49 entwickelte er, der „Westdeutschen Lotterie“ sollte er mehr als 30 Jahre vorstehen.

Durch seine Ideen kommt es schließlich am 9. Oktober 1955 zur ersten Ziehung der Lottozahlen im Hamburger Hotel „Mau“. Rund einen Monat später kann schon der erste „Sechser“ gefeiert werden, bis zur ersten Million muss man sich aber noch etwas gedulden.

Die setzt es dann am 2. September 1956 und geht an den Aachener Bauarbeiter Willi Strauch. Eine Zusatzzahl braucht es für den Hauptgewinn noch nicht, auch wenn diese kurz zuvor eingeführt worden war.

Die 60er Jahre

Rund zehn Jahre soll es dauern, bis die allwöchentlichen Ziehungen einem breiten Publikum vorgestellt werden kann. Mit der ersten Fernsehübertragung setzt sich auch der Begriff der Lotto-Fee durch. Karin Dinslage besetzt diese Stelle für die kommenden Jahre. Ihr im wahrsten Sinne des Wortes gewinnbringendes Lächeln verzaubert jeden Samstag die Jackpot-Jäger der Nation.

Die Live-Übertragungen gehört zum festen Bestandteil des abendlichen Familienprogramms. Die Worte „der Aufsichtsbeamte hat sich vor dieser Sendung von dem ordnungsgemäßen Zustand des Ziehungsgerätes und der 49 Kugeln überzeugt“ erreichen schnell Kultstatus.

Die 70er Jahre

Während „Flower Power“ den Globus erobert und die deutsche Nationalmannschaft sich zum zweiten Mal aufmacht , Weltmeister zu werden, bahnt sich mit dem Spiel 77 ein weiteres Millionenspiel seinen Weg zum Erfolg. 1975 wird es eingeführt und bietet seitdem durch das Setzen eines kleinen Kreuzchens eine zusätzliche Chance auf Millionen.

Auch mangelt es in 60 Jahren nicht an Kuriositäten. So werden beispielsweise im Juni 1977 die niederländischen Lottozahlen der Vorwoche gleich noch einmal beim deutschen Lotto gezogen. Insgesamt 205 Tipper haben exakt diese Zahlen gespielt und gucken dann in die Röhre, da ihr „Sechser“ lediglich knapp 30.000 D-Mark wert ist.

6 springende Urlauber am Strand

Die 80er Jahre

Die „Neue Deutsche Welle“ bedeutet beim Lotto eine Revolution am Mittwoch. Zunächst noch nach der Formel 7 aus 38, kann seit 1982 jeden Mittwochabend erneut mitgefiebert werden. Vier Jahre später wird auf die Erfolgsformel 6 aus 49 umgestellt, die Jackpots der jeweiligen Ziehungen werden aber noch unabhängig voneinander ausgespielt.

Lotto am Mittwoch ist im Übrigen seit jeher die Angelegenheit des ZDF, in der ARD wiederum hat längst Karin Tietze-Ludwig den Job der Glücksfee angetreten und wird ihn insgesamt länger als 30 Jahre ausüben.

Die 90er Jahre

Es wird weiter an der Erfolgsformel geschraubt – „Super“ heißt das neue Zauberwort. 1991 gesellt sich die Superzahl zur Zusatzzahl. Sie wird fortan benötigt, um an das ganz große Geld im ersten Gewinnrang zu kommen. 1992 folgt mit der Super 6 eine zweite Zusatzlotterie mit guten Chancen auf Großgewinne.

Kurz vor dem Jahrtausendende wird es noch einmal kurios. 1999 werden die 2, 3, 4, 5 und 6 gezogen. Mehr als 38.000 Lottospieler haben diese Zahlen auf ihren Tippscheinen stehen und müssen deshalb mit einem Gewinn von lediglich rund 380 Mark vorlieb nehmen.

Die 2000er Jahre

Die Rekorde purzeln.  Mittwochs- und Samstagslotto schlagen seit dem Jahr 2000 einen gemeinsamen Weg ein, die Jackpots steigen dadurch schneller und ungeahnte Höhen werden erreicht.

Im Jahr 2006 wird nur ein paar Monate nach dem Sommermärchen der bis heute größte Einzelgewinn der Geschichte gefeiert. Ein Westfale vergoldet sich den Oktober und streicht mehr als 37 Millionen Euro ein.

Noch mehr kann man ein gutes Jahr später gewinnen. Letztendlich muss der größte jemals beim deutschen Lotto ausgespielte Jackpot unter drei Glückspilzen aufgeteilt werden. Je ein Drittel von 45,4 Millionen Euro gehen nach Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Die 2010er Jahre

Die jüngste Vergangenheit kann mit „Weniger ist manchmal mehr“ überschrieben werden. Bei einer Lotto-Panne im Jahr 2013 werden zwei hängen gebliebene Kugeln übersehen und sorgen für bundesweites Schmunzeln. Ebenfalls werden die Liveübertragungen im Fernsehen eingestellt und auch die Zusatzzahl muss das Zeitliche segnen.

Dank dem Lottoland geht es schließlich noch der lästigen Tippscheingebühr an den Kragen. Von nun an kann man bequem im Netz seine Glückszahlen spielen und muss nicht, wie beim Gang zur Annahmestelle, pro Schein noch etwas drauflegen.

Alle wichtigen Daten aus 60 spannenden Jahren kannst du auch unserer Zeitleiste entnehmen, vergiss aber nicht zuvor noch deine Tipps für die nächste Ziehung einzureichen. Durchschnittlich zwei Spieler werden jede Woche aufs Neue durch Lotto 6aus49 zum Millionär. Bist du der Nächste?

Martin

Ob Poker, Lotto oder Statistiken im Sport. Zahlen haben mich schon immer angezogen, denn sie lügen bekanntlich nicht. Wie, wo und was lässt sich mit ihnen spielen und gewinnen? Fragen, die sich mir immer wieder aufs Neue stellen und denen ich mit Leidenschaft nachgehe.

Lass dein Leben im Reichtum noch heute beginnen!

576.450 Spieler haben sich
bisher über 74,9 Millionen Euro
im Lottoland ausgezahlt!

Herr
Geboren am
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